Bau eines Inkubators

Für den Nachbau dieses Inkubators sind Kenntnisse zum Glasschneiden vorteilhaft. Wer sich damit nicht auskennt, kann auch eine größere Plastikdose benutzen.
Aus Glasscheiben, die ich noch herumstehen hatte und die vermutlich mal irgendwelche Einlegeböden waren (an den Ecken waren kleine 6mm Löcher), habe ich ein 30x32x20 cm großes Aquarium gebaut. Die Maße haben sich ergeben, weil ich 4 Heimchendosen unterbringen wollte.

Das Ganze habe ich hochkant gestellt und zur besseren Wärmeisolierung mit 20 mm dickem Styropor beklebt.
Zur Beheizung findet ein 15 W Heizkabel Verwendung, das ich in Schlaufen mit Klebekabelbindern aus dem Baumarkt befestigt habe. Einige der Schlaufen reichen bis in das Wasser (das sich später im Inkubator befindet) und erhöhen durch Verdunstung die Luftfeuchtigkeit.

Damit sich keine Temperaturschichtungen bilden können, habe ich einen kleinen Computerlüfter aus meinem Bastelfundus eingebaut. Dieser wird von einem kleinen Steckernetzteil betrieben und läuft ständig. Um Geräusche des Lüfters zu minimieren, habe ich zuerst eine Silikonraupe auf dem Lüfter angebracht und nach Austrocknung der Silikonwurst den Lüfter nochmals mit Silikon eingestrichen und eingeklebt. Dadurch ist er elastisch befestigt und mechanisch entkoppelt. Der Lüfter läuft kaum hörbar.

Die Heimchendosen stehen auf 15 mm breiten Glasstreifen, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.

Durch Löcher, die in meinen Glasscheiben waren (Regalböden), habe ich den Temperaturfühler, das Heizkabel und das Lüfterkabel geführt. Löcher können recht einfach mit Schleifstiften aus dem Baumarkt und einem Dremel mit entsprechender Wasserkühlung gebohrt werden.

Zum Schluss habe ich die Vorderseite mit Glas und Scharnieren als Tür gestaltet, sodass ein einfacher Zugang möglich ist. Mit einem kleinen Knebelverschluss wird die Tür verriegelt.

Das erste Jungtier ist bereits geschlüpft, weitere werden folgen.
Im Bild sind zwei Temperaturfühler zu sehen, da ich einen zweiten Thermostat eingebaut habe, der eine Heizfolie betreibt. Damit kann man dann noch kontrollierte Nachtabsenkungen erzielen.

Uwe Jahn