Baubericht zu einer kleinen Phelsumenanlage
Nachdem ich von meiner besseren Hälfte das OK für eine Wandfläche von ca. 1,00m x 2,00m in einem Nebenzimmer erhalten hatte, ging es an den Bau eines Terrarienregals für 4 Terrarien mit den Maßen 50x40x70 (LxBxH). Im Baumarkt ließ ich mir die erforderlichen 19 mm und 21 mm beschichteten Spanplatten auf Maß schneiden, die dann zu Hause noch mit Kantenumleimern ergänzt wurden.
Gedacht war ein Regal, in dem die Terrarien Platz hatten inklusive eines kleinen, mit Türen verschließbaren Abteils für die Technik. Das Technikfach sollte Platz für Schaltuhren, Thermostate, Pumpe für Beregnungsanlage inklusive Wasservorratsbehälter bieten. Nach dem Zusammenbau des Regals, bei dem die zukünftige Abluftführung nicht vergessen werden sollte, konnten die Terrarien bestellt werden. Da ich auf guten Luftaustausch großen Wert lege, wurden die Belüftungsöffnungen großzügig dimensioniert. Die Terrarien wurden mit den bestellten Maßen geliefert und der Gazeeinbau von mir selbst erledigt.
Während der Wartezeit auf die Terrarien habe ich die Beleuchtung in Angriff genommen und 4 einzeln zuschaltbare 39W T5 Röhren mit Reflektoren versehen. Mit dimmbaren Vorschaltgeräten und einer Lichtsteuerung ausgestattet, können nun Sonnenaufgang und -untergang simuliert werden und während der Winterruhe die Lichtintensität gedrosselt werden. Als Wärmespots benutze ich 20-35 W Halogenhochvoltlampen (230V), die über einen Thermostat geregelt sind und nach Erreichen der Solltemperatur ausgeschaltet werden. Zusätzlich können die Spots über einen Steckdosendimmer in ihrer Leistung an die Außentemperaturen angepasst werden. Die Fassungen der Spots habe ich mit Silikon in kleine, passende Blumentöpfe geklebt und auf die Gazeabdeckungen gestellt.
Nun zum Rückwandbau. Auf die blanken Glasflächen habe ich mit Styroporstücken in verschiedenen Höhen Terrassen mit Acryl geklebt. Acryl ist deshalb wichtig, da das Ganze ja noch überstreichbar sein soll und mit Silikon gibt's da massive Probleme. Danach die übliche Prozedur mit flexiblem Fliesenkleber. Mehrmals dünnflüssig überstreichen mit den lästigen, langen Trockenzeiten. Zum Abschluss und zur Verfestigung des Fliesenklebers ein Anstrich mit lösungsmittelfreien Tiefgrund.
Nach ausgiebigem Abtrocknen ein bis zwei Anstriche mit einer Acrylgrundfarbe eigener Wahl (bei mir ein leichtes beige). Zum Abschluss und zur persönlichen Gestaltung gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich habe mit Airbrush und Acrylfarben versucht, einige Details der Styroporterrassen hervorzuheben. Aber da gehen die Geschmäcker auseinander und jeder hat andere Vorstellungen. Zur wasserfesten Versiegelung habe ich noch einen Streifen von ca. 5 cm am Boden mit dünnflüssigem Harz gestrichen.
Zur Einrichtung: Als Bodengrund benutze ich Seramis, diverse Kletteräste von Korkenzieherweiden und natürlich Bambus. Die Pflanzen befinden sich alle in Blumentöpfen, die in Plastikbechern (Joghurt, Frischkäse) zur Wasserbevorratung stehen.
Scheinbar gefällt meinen Tieren ihr neues Zuhause, kaum eingesetzt, war dies zu sehen. ( letztes Foto : rechts unten )
Text und Fotos: Uwe Jahn , München November 2008











