Bromelien und Tillandsien
Die Bromelien ( Bromeliaceae ) gehören zu den Ananasgewächsen und sind in den Tropen und Subtropen Mittel- und Südamerikas beheimatet. Viele besitzen einen Blatt Trichter ( Zisternenpflanzen ) oder Saugschuppen. Die Wurzeln sind stark reduziert und dienen in den meisten Fällen nur noch als Haftorgan.
Für ein Regenwaldterrarium eignen sich besonderst Guzmania, Neoregilia, Nidularium, Vrisea und Tillandsia. Diese führen vorwiegend eine epiphytische Lebensweise. Trockenheit vertragen sehr gut Aechmea und Billbergia. Cryptanthus und Dyckia sind dagegen reine Erd- oder Felsbewohner . Zu beachten ist das die hartblättrigen Arten volles Licht vertragen, während die weichblättrigen eher schattig stehen wollen. Bei Tillandsien eignen sich die Arten mit grünen Blättern , ohne Schuppen für Regenwaldterrarien mit einer höheren Luftfeuchtigkeit. Die Arten mit grauen Schuppen sollten eher in Trockenterrarien gehalten werden, müssen aber täglich einmal gesprüht werden. Bei Bromelien sollte immer Wasser im Blatt Trichter vorhanden sein. Weiterhin sollte darauf geachtet werden das sich im Blatt Trichter keine Verunreinigungen ansammeln sonst können die Zisternenblätter faulen.
Viele Bromelien und Tillandsien können sehr attraktive Blüten ausbilden und damit sehr zur Schönheit des Terrariums beitragen. Nach der Blüte setzt auch das Treiben von Adventivpflanzen ein. Diese sollte man nicht zu zeitig von der Mutterpflanze abtrennen. Mittlerweile gibt es regelmäßig Neuzüchtungen im Blumenfachhandel, auf Baumärkten und Internetshops. Aber auch auf Terraristikbörsen wird eine Vielzahl angeboten.
Im Terrarium sieht es am schönsten aus wenn man die Pflanzen aus ihren Töpfen nimmt und mit Spagnum Moos aufbindet. So lassen sich sehr schöne Epiphytenäste gestalten die von den Tieren gern als Kletter- und Versteckmöglichkeiten genutzt werden. Phelsumen und andere Geckoarten legen auch gern ihre Eier in die Blattachseln.
(Text: Kelli)


















