Einrichtung
Ist das Terrarium aufgestellt und mit der nötigen Technik ausgestattet, kann man mit der Einrichtung beginnen. Das Terrarium sollte dekorativ und möglichst naturnah gestaltet werden, aber am wichtigsten ist, dass die Einrichtung auf die kommenden Pfleglinge zugeschnitten wird, um eine artgerechte Tierhaltung zu gewährleisten. Benötigt werden Bodengrundmaterial, Kletter- und Versteckmöglichkeiten sowie Pflanzen .
Hat man alles oder den Großteil der Dekoration zusammen, kann es losgehen. Am besten positioniert man große Wurzeln, Äste und Steinaufbauten zuerst auf der Bodenscheibe. Dies verhindert ein Zusammenstürzen bei grabenden Aktivitäten der Pfleglinge. Sollte man Pflanzen in den Boden einsetzen wollen, setzt man diese auch vor dem Einbringen des Substrates ein. Nachdem der Bodengrund auch ins Terrarium eingebracht ist, kann der Rest dekoriert werden.
Zucht- und Aufzuchtterrarien werden meistens spartanischer eingerichtet. Zum einen, um die Gelege einfacher zu finden und zum anderen, um eine gute Kontrolle über die Tiere zu haben.
Bodengrund
Der Zoofachhandel bietet eine große Palette Bodengrundmaterialien an. Das Sortiment ist meist nach Terrarientypen geordnet, Wüstensand in verschiedenen Farben, Substrate aus Kiefern- bzw. Pinienrinde, Kokoschips und Kokosfasern sowie viele andere.
Zuerst ist wichtig: für welche Tiere richte ich ein Terrarium ein?
Soll es ein Regenwaldterrarium für Phelsumen oder Dendrobaten werden oder ein Trockenterrarium für Tiere, die eher aus Wüsten- bzw. Steppengebieten stammen. Für Wüsten- und Savannenterrarien eignen sich Sand mit einem sehr hohen Lehmgehalt und Kies. Zu feiner Sand kann zu Verstopfungen und Erkrankungen der Atemwege führen. Verwendet man dagegen Lehmpulver oder gleich Sand mit einem hohen Lehmgehalt, wird der Bodengrund nach Zugabe von Wasser (sprühen) fest.
Bei Regenwaldterrarien sollte der Bodengrund sehr gut Wasser speichern (um die Luftfeuchtigkeit zu stabilisieren) sowie den eingesetzten Pflanzen ein guter Nährboden sein. Hier eignen sich ähnliche Materialien wie Torf, Rindenmulch oder Blumenerde. Wird eine höhere Schicht Bodengrund ins Terrarium eingebracht, empfiehlt es sich, eine Drainageschicht aus Kies, Blähton oder Seramis darunter zu setzen. Diese hilft gegen Staunässe. Blähton und Seramis haben sich auch als alleiniges Bodengrundmaterial bewährt, da sie gute Eigenschaften bezüglich der Wasserspeicherung haben.
Für Quarantäne und Aufzuchtterrarien verwendet man am besten Küchenrolle oder Papier. So ist eine Kontrolle der Stoffwechselprodukte sehr gut möglich und die Reinigung des Terrariums einfach.
Kletter- und Versteckmöglichkeiten
Die Auswahl an Dekorationsartikeln ist groß und vieles bietet der Zoofachhandel, der Baumarkt und die Natur. Meistens werden Wurzeln ( hier besonders geeignet: Mopani- und Mangrovenwurzeln ), Äste und Lianen, Lochgestein und Steinplatten, Kokos- und Paranussschalen sowie (besonders bei der Phelsumenhaltung) Bambusstangen verwendet. Mittlerweile gibt es auch verschiedene meist aus Kunststoff nachgebildete Artikel, die teilweise sehr naturgetreu wirken und nicht immer negativ zu bewerten sind. Ihr Vorteil liegt im viel geringeren Gewicht, sie sind sehr gut zu reinigen und wenn nötig zu desinfizieren, sowie in der guten Wasserbeständigkeit.
Bei der Zusammenstellung kann jeder seinen Phantasien und persönlichem Geschmack freien Lauf lassen. Es sollten aber auch Nischen geschaffen werden, damit sich die Tiere bei innerartlichen Aggressionen , bei Häutung oder zum Schlafen zurückziehen können. Diese geben den Tieren Sicherheit und tragen sehr zu ihrem Wohlbefinden bei.
Pflanzen
Bei der Pflanzenauswahl gibt es einiges zu beachten. Zwar ist das Angebot in Gärtnereien, Baumärkten, im Internet und auf Terraristikbörsen riesig, aber viele Pflanzen eignen sich auf Dauer nicht für das Terrarium. Auch werden einige zu groß und sind nur als Jungpflanzen für das Terrarium geeignet.
Für Wüsten- und Steppenterrarien eignen sich viele Dickblattgewächse und Sukkulenten wie Aloe, Crassula und Haworthia, um nur einige zu nennen. Viele Sukkulenten wollen es aber im Winter etwas kühler, sodass eine dauerhafte Unterbringung im Terrarium Probleme mit sich bringen kann.
Für Regenwaldterrarien empfehlen sich verschiedene Zimmerpflanzen, Bromelien und Tillandsien,
Mit ein wenig Geschick sogar Orchideen.
Viele Pflanzen vertragen keine Staunässe, auch sollte das Sprühen der Terrarien mindestens eine Stunde vor dem Ausschalten der Beleuchtung stattfinden, damit die Pflanzen noch abtrocknen können.
