Phelsuma modesta isakae

Phelsuma modesta isakae © thomas

Allgemein

Deutscher Name: Isaka- Taggecko

Größe: ca. 9,5 cm, diese Art ist ein Eikleber !

Heimat: S - Madagaskar

Schutzstatus: EG-VO. Anh. B, diese Art ist melde- und nachweispflichtig!

Ernährung

Insekten , Fruchtbrei

Haltung

Die Haltung von Phelsuma modesta isakae unterscheidet sich in keinster Weise von derer der Nominatform Phelsuma m. modesta.

Für eine Artgerechte Haltung von Phelsuma m. isakae sind Terrarien mit einer Mindestgrundfläche von 40x40 cm und einer Mindesthöhe von 60 cm ausreichend. Größere Becken können natürlich auch zum Einsatz kommen und bieten den Tieren einiges mehr an Bewegungsraum. Die Grundtemperaturen sollten bei 28 - 30°C liegen. Ein Sonnenplatz bestehend aus einem Spotstrahler, unter dem bis zu 35°C vorherrschen können, sollte den Tieren mehrmals täglich zur Verfügung stehen. Die Beleuchtungsdauer soll im Sommer bis zu 14 Stunden betragen. Im Winterhalbjahr kann sie für einige Wochen, Stufenweise auf 7-9 Stunden reduziert werden um so eine Ruhephase zu simulieren. Die Einrichtung und Bepflanzung erfolgt wie bei Taggeckos üblich. Verschieden dicke Bambusstangen und glatte Äste dienen den Geckos als Lauffläche und Versteck. Als Bepflanzung kommen Sanseveria spec., Scindapsus aureum oder andere Grünpflanzen zum Einsatz. Für den Bodengrund kann Torf, ein Torf-Sandgemisch oder ungedüngte Blumenerde Verwendung finden. Einmal täglich wird die gesamte Terrarieneinrichtung und Bepflanzung mit lauwarmen Wasser überbraust um die Luftfeuchte auf 80% anzuheben und den Geckos die Möglichkeit zur Wasseraufnahme zu geben.

Verhalten

Werden Phelsuma m. isakae als Pärchen gehalten so gibt es in der Regel keinerlei Probleme. Diese Art ist nicht für den Anfänger geeignet und sollte nur mit erlangten Vorkenntnissen bei der Taggecko-Haltung gepflegt werden.

Zucht

Die Weibchen sollten nicht vor einem Alter von 15 Monaten zur Zucht herangezogen werden. Meist werden die Gelege in engen Bambusstangen, an Pflanzenteilen oder an den Glasscheiben angeheftet. Die Jungtiere schlüpfen dann je nach Temperatur nach 37 bis 80 Tagen. Da die Elterntiere ihren Jungen nachstellen, müssen diese durch eine Abdeckung vor Zugriffen der Eltern geschützt werden. Die Jungtiere zeigen nach dem Schlupf eine Arttypische gräulichbraune Jugendfärbung mit weißen Pünktchen. Diese verliert sich im laufe ihrer Entwicklung und geht in die Färbung der Erwachsenen über.

Aufzucht

Die Jungen Phelsuma m. isakae können, unter steter Beobachtung, zu zweit oder zu dritt in einem Terrarium aufgezogen werden. Eine Gemeinschaftsaufzucht mit anderen Arten ist möglich, bedarf jedoch einer steten Überwachung um bei Streitigkeiten schnell eingreifen zu können. Die jungen Geckos werden mit, ihrer Größe entsprechenden Futtertieren, welche zuvor mit einem Vitamin/ Mineralstoffgemisch eingestäubt wurden ernährt. Eine Fütterung sollte wenigstens dreimal in der Woche erfolgen. Um dem raschen Wachstum gerecht zu werden, sollten immer so viele Futtertiere angeboten werden wie die Jungtiere innerhalb kürzester Zeit fressen können. Ab einem Alter von cirka acht Monaten beginnen sich die jungen Männchen umzufärben. Weibchen bleiben Zeit ihres Lebens graubraun. Das Geschlecht der jungen Phelsuma m. isakae lässt sich noch vor Beginn des Farbwechsels anhand von deutlichen Präanal/ und Femoralporen bei den männlichen Tieren bestimmen. Bei weiblichen Tieren sind diese nur schwach ausgeprägt und eher schemenhaft. Eine Aufzucht in Gazebehältern, unter natürlichem Sonnenlicht ist der Farbentwicklung extrem zuträglich. Tiere die im Freiland aufgezogen wurden, zeigen kräftigere Farben als Tiere die im Terrarium aufwuchsen.

Besonderheiten

Leider zeigt Phelsuma m. isakae in der Terrarienhaltung nicht sein natürliches Farbspektrum. Um dieses wenigstens ein bisschen aufwerten zu können ist es ratsam den Tieren einen sommerlichen Freilandaufenthalt in Gazeterrarien zu ermöglichen.

Die Arttypische blaue Kopfmaske und der blaue Schwanz können jedoch bei einigen Tieren nur schwach ausgebildet sein oder komplett fehlen. Im Biotop von Phelsuma m. isakae konnten von mir auch gelegentlich solche Tiere beobachtet werden. Dennoch waren diese auf Grund ihrer typischen Zeichnung eindeutig als diese zu identifizieren.

Text: Thomas Hofmann