Phelsuma pasteuri

Phelsuma pasteuri © klaus

Allgemein

Deutscher Name: Pasteur- Taggecko

Größe: ca. 12 cm, diese Art ist ein Eifreileger!

Heimat: Komoreninsel Mayotte

Schutzstatus: EG-VO. Anh. B, diese Art ist melde- und nachweispflichtig!

Ernährung

Insekten , Fruchtbrei

Haltung

Für eine Artgerechte Haltung von Phelsuma pasteuri sind Terrarien mit einer Mindestgrundfläche von 40x40 cm und einer Mindesthöhe von 60 cm ausreichend. Größere Becken können natürlich auch zum Einsatz kommen und bieten den Tieren einiges mehr an Bewegungsraum. Die Grundtemperaturen sollten bei 25 - 30°C liegen. Ein Sonnenplatz bestehend aus einem Spotstrahler, unter dem bis zu 35°C vorherrschen können, sollte den Tieren mehrmals täglich zur Verfügung stehen. Die Beleuchtungsdauer soll im Sommer bis zu 14 Stunden betragen. Im Winterhalbjahr kann sie für einige Wochen, Stufenweise auf 7-9 Stunden reduziert werden um so eine Ruhephase zu simulieren. Die Einrichtung und Bepflanzung erfolgt wie bei Taggeckos üblich. Verschieden dicke Bambusstangen und glatte Äste dienen den Geckos als Lauffläche und Versteck. Als Bepflanzung kommen Sanseveria spec., Scindapsus aureum oder andere Grünpflanzen zum Einsatz. Für den Bodengrund kann Torf, ein Torf-Sandgemisch oder Ungedüngte Blumenerde Verwendung finden. Einmal täglich wird die gesamte Terrarieneinrichtung und Bepflanzung mir lauwarmen Wasser überbraust um die Luftfeuchte auf 80% anzuheben und den Geckos die Möglichkeit zur Wasseraufnahme zu geben.

Verhalten

Phelsuma pasteuri kann nur Paarweise gehalten werden. Bei einer Gruppenhaltung setzen sich die Weibchen unter großen Stress welcher sich durch die dunkelgrüne Färbung des unterlegenen Tieres bemerkbar macht. Auch wird sich das unterlegene Tier steht in Bodennähe aufhalten um dem Zugriff des Überlegenen Tieres zu entgehen. Werden diese Taggeckos als Pärchen gehalten so gibt es in der Regel keinerlei Probleme und die Tiere zeigen sich in den schönsten Farben und sind sehr aktiv. Diese Art ist auch dem Einsteiger in der Taggecko-Haltung uneingeschränkt zu empfehlen.

Zucht

Nach einer Tragzeit von etwa 21 Tagen setzen die Weibchen ihre Gelege in die Blattachsel einer Sansevieria oder in einer Bambusstange ab. Gelegentlich kann es auch vorkommen, dass Gelege unter Blättern versteckt auf dem Terrarienboden abgesetzt werden. In Ausnahmefällen kann es vorkommen dass die Gelege in den Bodengrund eingegraben werden! Nach der Ablage werden die Eier aus dem Terrarium entnommen und in einen Inkubator überführt. Die Inkubationszeit schwankt je nach Temperatur zwischen 45 und 87 Tagen. In einer Legeperiode können von einem Weibchen bis zu 9 Gelege abgesetzt werden. Aus diesem Grund sollten die Weibchen nicht vor einem Alter von wenigstens 15 Monaten zur Nachzucht herangezogen werden. Werden Weibchen frühzeitig verpaart, kann es vorkommen, dass sie im Wachstum zurückbleiben und deren Nachkommen erweisen sich oftmals als hinfällig.

Aufzucht

Da sich die Jungtiere untereinander unter großen Stress setzen, sollten sie allein in einem Terrarium aufgezogen werden. Jedoch ist es möglich die Jungtiere von P.pasteuri gemeinsam mit anderen, „nicht grünen" Arten aufzuziehen. Hierbei ist aber stets darauf zu achten das die P. pasteuri nie die Oberhand gewinnen da es sonst zu Auseinandersetzungen kommen kann. Dem unerfahrenen Halter sei daher eine strickte Einzelaufzucht angeraten! Die jungen Geckos werden mit, ihrer Größe entsprechenden Futtertieren, welche zuvor mit einem Vitamin/ Mineralstoffgemisch eingestäubt wurden ernährt. Eine Fütterung sollte wenigstens dreimal in der Woche erfolgen. Um dem raschen Wachstum gerecht zu werden, sollten immer so viele Futtertiere angeboten werden wie die Jungtiere innerhalb kürzester Zeit fressen können.

Besonderheiten

Nach Hofmann (2007) weist Phelsuma (v-nigra) pasteuri deutliche Zeichnungs- und Beschuppungsmerkmale auf, die sie von den anderen drei V-nigra-Formen abgrenzt. Nach neuen genetischen Untersuchungen wurde dieser Verdacht bestätigt und wies nur eine sehr weitläufige Verwandtschaft zu P. v-nigra sp. nach. Die genetisch nächst verwandte Art zu P. pasteuri ist P. robertmertensi, welche auch auf der Komoreninsel Mayotte beheimatet ist. Aus diesem Grund erhoben Hallmann et al. (2008) Phelsuma pasteuri in Artrang.

Literatur

Ausführlicher Bericht von Thomas  Veröffentlichung Sauria 29 ( 4/07 )