Varanus acanthurus

Varanus acanthurus © uwe

Allgemein

Deutscher Name: Stachelschwanzwaran

Größe: ca. 60 cm

Heimat: nördliches Australien

Schutzstatus: EG-VO. Anh. B , diese Art ist melde- und nachweispflichtig !

Ernährung

Insekten wie Heuschrecken, Grillen, Schaben. Ab und an Babymäuse selten hart gekochtes Ei .

Haltung

Mein Terrarium hat die Maße 160x70x80 cm (LxBxH). Es wird mit 2x T5 54 W, 2x HCI 70 W und einer Bright-Sun Dessert 50 W als Spot beleuchtet. Temperaturen: ca.26-33 °C unter dem Spot bis 46°C. Damit der Bodengrund, grabfähig bleibt, mische ich Sand mit Lehmpulver. Als Einrichtung verwende ich Korkröhren, grobe Kletteräste und Steinplatten. Zur Eiablage ist eine Schlupfbox unerlässlich, in der sich ein feuchtes Kokosbrics- Sandgemisch befinden sollte. Dies dient auch zur besseren Häutung und wird gerne als Schlafplatz angenommen. Bei mir ist die Schlupfbox eine Plastikschüssel, die ich mit einer Bodenfliese abgedeckt habe und von der ich eine Ecke als Einschlupf abgeflext habe. Darüber wurde der Spot befestigt, so das in der Box moderate Temperaturen herrschen.

Zucht

Nach einer Winterruhe von ca.8 Wochen, bei ca. 20°C-25°C und langsamen hochfahren der Beleuchtungszeit und Temperaturen, bei sehr guter Fütterung (gesteigerter Appetit) beginnen bald die Paarungsaktivitäten. Das Weibchen wird ständig vom Männchen verfolgt. Er versucht durch auflegen seines Kopfes auf Ihren und gleichzeitiges reiben, sie zur Paarung zu animieren. Wenn die Paarung erfolgt ist, sollte man das Weibchen besonders abwechslungsreich und gehaltvoll ernähren. Etwa eine Woche vor der Eiablage hört das Weibchen zu fressen auf. Das ist der Zeitpunkt, wo ich das Männchen entferne um Ihr mehr Ruhe zu verschaffen. Nach einigen Probegrabungen werden dann endlich die Eier abgelegt, die Legehöhle wieder sorgfältig verschlossen und das Weibchen erscheint völlig ausgezehrt  wieder an der Oberfläche. Zu diesem Zeitpunkt ist es wichtig dem Tier sofort Wasser und auch ein paar kräftige Happen anzubieten, die meist gierig genommen werden. Dann werden die Eier gesucht und in Heimchendosen mit mäßig feuchtem Vermiculit überführt. Bei 28°C-30°C dauert es dann zwischen 105-125 Tagen, bis der erste Waran die Eihülle schlitzt. Das Jungtier verbleibt dann noch 12-24 Stunden im Ei und resorbiert den Dottersack. Nach dem endgültigen verlassen der Eihülle werden die Jungtiere in ein Aufzuchtterrarium von 60x30x30 (LxBxH) überführt, in dem sie nach etwa 3-7 Tagen zu fressen beginnen.

Text: Uwe